Radwegelückenschluss Fuchshofen-Schuld


Liebe Mitbürger:innen,

 

in meiner letzten Kolumne zu diesem Thema habe ich über den aktuellen Sachstand beim Lückenschluss des Ahrtalradwegs zwischen Fuchshofen und Schuld berichtet. Heute möchte ich an dieses Thema anknüpfen, denn inzwischen gibt es eine weitere Entwicklung, die für das Projekt von Bedeutung ist.

 

Eines vorweg: Die Flutkatastrophe hat nahezu alle bisherigen Planungen über den Haufen geworfen. Verfahren, die bereits weit fortgeschritten waren, mussten überprüft, angepasst oder teilweise vollständig neu aufgerollt werden. Viele der Verzögerungen sind daher nachvollziehbar.

 

Dennoch darf die Flut nicht für jede Verzögerung als alleinige Erklärung herhalten. Viele Menschen haben inzwischen den Eindruck, dass sich dieses Projekt in einem nahezu endlosen Prozess befindet. Die Anforderungen sind komplex, die Verfahren umfangreich und die bürokratischen Hürden hoch. Gleichzeitig erwarten die Menschen in der Region nach Jahren der Planungen und Verzögerungen zu Recht sichtbare Fortschritte. Der Wunsch nach mehr Tempo ist daher verständlich.

 

Nun zum erfreulichen Fortschritt.

 

Der Ortsgemeinderat der Ortsgemeinde Schuld hat in seiner Sitzung am 18.09.2026 über die Vergabe zum Ausbau des Wirtschaftswegs „Im Wolfsau“ beraten und einen entsprechenden Beschluss gefasst. Dieser Wirtschaftsweg soll künftig als Teilstück des Ahrtalradwegs dienen und im Zuge der Maßnahme wiederhergestellt werden. Der flutgeschädigte Weg bleibt dabei in seiner bisherigen Trassenführung erhalten und wird asphaltiert.

 

Dies ist zweifellos ein wichtiger Schritt. Insbesondere deshalb, weil damit der derzeit gefährlichste Abschnitt der bestehenden Streckenführung entschärft werden kann. Bislang werden Radfahrer:innen in diesem Bereich noch immer auf die L 73 geführt. Gerade hier zeigt sich, wie dringend ein durchgängiger und sicherer Radweg benötigt wird.

 

Erfreulich ist, dass mit dem Ausbau des Wirtschaftswegs noch in diesem Jahr begonnen werden soll.

 

Ich verbinde die aktuelle Entwicklung daher mit der klaren Hoffnung, dass die weiteren Schritte auf dem Weg zum Lückenschluss von allen Beteiligten mit dem notwendigen Nachdruck weiterverfolgt werden.

 

Denn von einem echten Lückenschluss kann erst dann die Rede sein, wenn die Verbindung zwischen Fuchshofen und Schuld durchgängig, sicher und dauerhaft nutzbar ist.


Nun gilt es, die vorhandene Dynamik zu nutzen und das Projekt Schritt für Schritt zur Umsetzung zu bringen.

 

Dafür werde ich mich weiterhin einsetzen.


Herzliche Grüße


Ihr 

Guido Nisius

Bürgermeister