Darum erscheint dieser Pressebericht erst jetzt: Aufgrund einer längeren Abwesenheit konnte der Bericht zur Sitzung vom 16. Dezember 2025 erst jetzt finalisiert und veröffentlicht werden. Wir bitten um Verständnis und freuen uns, Ihnen nun die wichtigsten Informationen zur Sitzung zur Verfügung zu stellen.
Am Dienstag, den 16. Dezember 2025 fand im Dorfgemeinschaftshaus Eifelblick in Reifferscheid eine Sitzung des Verbandsgemeinderates statt.
Im Rahmen der Sitzung informierte die Verwaltung unter anderem zu folgenden Themen:
Feuerwehrsbedarfsplan
Die Verwaltung informierte darüber, dass der Entwurf im Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz in Trier vorgestellt wurde. Die Fachaufsicht sieht noch Anpassungsbedarf. Nach der Überarbeitung soll der Feuerwehrbedarfsplan in einer kommenden Sitzung des Verbandsgemeinderates zur Entscheidung vorgelegt werden.
Unter „Verschiedenes“ berichtete die Verwaltung zunächst, dass der Haupt- und Finanzausschuss in seiner Sitzung am 02.12.2025 die Einberufung eines „Arbeitskreises Tourismus“ beschlossen hat. Hintergrund ist das Ziel, die weiteren Schritte zur Umsetzung des Tourismuskonzeptes und einen verbindlichen Fahrplan für die Beratung in den politischen Gremien zu entwickeln.
Außerdem informierte die Verwaltung über die Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Koblenz zu den beiden LFAG-Klagen der Ortsgemeinden Schuld und Quiddelbach gegen das Land Rheinland-Pfalz. Beide Klagen wurden abgewiesen, jedoch ist in beiden Fällen die Berufung zugelassen.
Weiterhin teilte die Verwaltung mit, dass der Verbandsgemeinde Fördermittel des Bundes für den Aufbau eines Energiemanagements sowie für die kommunale Wärmeplanung bewilligt wurden.
Wie bereits in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses informierte die Verwaltung auch im Verbandsgemeinderat über das Landesförderprogramm „Regional.Zukunft.Nachhaltig.“ und die Neuabgrenzung der Schulbezirke.
Folgende Tagesordnungspunkte wurden im weiteren Verlauf der Sitzung behandelt:
Nachwahl von Ausschussmitgliedern
Durch eine Mandatsniederlegung war eine Nachwahl im Jugendausschuss erforderlich.
Frau Anita Nohner wurde für die katholische Kirchengemeinde als Mitglied sowie Herr Philipp Hein als stellvertretendes Mitglied in den Jugendausschuss gewählt.
Jugendbeteiligung nach § 16 c GemO
Der Verbandsgemeinderat hat beschlossen, die Jugendbeteiligung nach der Gemeindeordnung (GemO) in parlamentarischer Form einzuführen. Vorausgegangen war eine Informationsrunde bei mehreren Jugendgruppen in der Verbandsgemeinde, bei der die Jugendlichen die möglichen Beteiligungsformen vorgestellt bekamen. Die Mehrheit der Jugendlichen sprach sich dabei für die parlamentarische Variante aus.
Die organisatorischen Voraussetzungen sollen nun geschaffen werden, damit das neue Gremium voraussichtlich Ende 2026 seine Arbeit aufnehmen kann. Vorgesehen ist eine 2,5-jährige Wahlzeit, um eine kontinuierliche Arbeit und eine dauerhafte Vertretung der Interessen junger Menschen sicherzustellen.
Breitbandversorgung – Lückenschlussprogramm
Der Verbandsgemeinderat befasste sich erneut mit dem Thema Breitbandversorgung im Rahmen des Lückenschlussprogramms. In den vergangenen Jahren wurden bereits große Teile des Netzes gemeinsam mit der Verbandsgemeinde Altenahr ausgebaut, weitere Bereiche wurden im Zuge des Wiederaufbaus oder durch eigenwirtschaftliche Maßnahmen verschiedener Unternehmen erschlossen. Offen geblieben sind jedoch einzelne Anschlusspunkte, die gemeinsam mit einem Fachbüro ermittelt wurden. Eine anschließende Markterkundung ergab, dass kein Telekommunikationsunternehmen bereit ist, diese verbliebenen Gebiete eigenständig auszubauen.
Der Verbandsgemeinderat verständigte sich darauf, in einer der nächsten Sitzungen die endgültige Gebietskulisse festzulegen und die Ausschreibung auf den Weg zu bringen.
Änderungsvertrag zu den Adenauer Nachrichten
Der Verbandsgemeinderat beschloss, die Verteilung der „Adenauer Nachrichten“ künftig vollständig über Ablageboxen abzuwickeln. Hierzu wird frühzeitig informiert.
Gründung Gewässerzweckverband Landkreis Ahrweiler
Aufgrund eines fraktionsübergreifenden Antrags wurde der Punkt „Gründung eines Gewässerzweckverbandes“ von der Tagesordnung genommen.
Wirtschaftsplan 2026 und Investitionsprogramm bis 2029
Der Verbandsgemeinderat stimmte auf Empfehlung des Werksausschusses dem Wirtschaftsplan für 2026 sowie dem Investitionsprogramm bis 2029 zu.
Haushaltssatzung nebst -plan für das Haushaltsjahr 2026 sowie das Investitionsprogramm bis 2029 für die Verbandsgemeinde Adenau
Der Verbandsgemeinderat beschloss den Haushalt für 2026 einstimmig. Dieser geschlossene Beschluss ist ein deutliches Signal: Die finanziellen Rahmenbedingungen sind längst an ihre Grenzen gestoßen.
Der Haushalt zeigt klar, wie stark die kommunale Ebene durch strukturelle Vorgaben belastet wird. Trotz hoher Investitionsbedarfe, trotz wachsender Aufgaben und trotz der weiterhin nachwirkenden Flutschäden bleiben die finanziellen Spielräume eng. Der Rat hat sich dennoch bewusst dafür entschieden, die Umlage nicht zu erhöhen und keine Budgetkürzungen vorzunehmen.
Mit dem einstimmigen Beschluss sendet der Verbandsgemeinderat ein unmissverständliches Zeichen an die Landesebene. Die Kommunen brauchen verlässliche und nachhaltige Strukturen, um ihre Aufgaben auch künftig erfüllen zu können.
Weitere Hintergründe und Einordnungen werden in der Reihe „Der Haushalt 2026 der Verbandsgemeinde Adenau“ durch Bürgermeister Nisius erläutert.
Wissenswert: Über das Bürger- und Ratsinformationssystem sind Sitzungen, Beschlüsse und Gremien einfach online einsehbar
Das Bürger- und Ratsinformationssystem ermöglicht den einfachen Zugriff auf Sitzungstermine, Tagesordnungen, Beschlüsse und Gremienmitglieder. Dank der benutzerfreundlichen Such- und Filterfunktion sind relevante Informationen schnell auffindbar – auch auf dem Tablet oder Smartphone.
