Gemeinsam in die neue Ringsaison – was die Behörden und Institutionen zur Verkehrsberuhigung rund um den Nürburgring erreicht haben und was jetzt ansteht


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

wenn ich auf die vergangenen Monate zurückblicke, dann sehe ich vor allem eines: Die Fachbehörden und der Nürburgring haben nicht nur gesprochen, es wurde gehandelt. Genau das war unser Anspruch, als wir im vergangenen Herbst in einem Austausch zur Verkehrssituation am und um den Nürburgring herum unsere „Hausaufgaben“ verteilt haben.

 

Zum Start der neuen Ringsaison haben wir uns im März erneut am Nürburgring getroffen, um Bilanz zu ziehen und die nächsten Schritte abzustimmen. Und ich kann Ihnen sagen: Es hat sich etwas bewegt.

 

Die Polizei berichtete über eine Reihe bereits angelaufener Maßnahmen: Es fanden bereits erste umfangreiche Verkehrskontrollen statt. Zudem wurde die Zusammenarbeit mit der Polizeidirektion Wittlich und der Polizeiinspektion Daun ausgeweitet. Im Umfeld des Nürburgrings sollen durch Unterstützung des Polizeipräsidiums Koblenz die Zahlen der Radarkontrollen erhöht sowie zusätzliche Kräfte für Lasermessungen eingesetzt werden. Auch wird der Enforcementtrailer öfter für Geschwindigkeitsüberwachungen eingeplant. Weiterhin wird die Polizei durch den Einsatz der Verkehrskontrollgruppe der Polizeidirektion Mayen die Verkehrsüberwachung auf einem quantitativ und qualitativ hohen Niveau halten. Pressemeldungen der Polizei werden auch in Social Media verbreitet um Besucher aus dem In- und Ausland zu erreichen. Insgesamt wird die Polizei ihre Öffentlichkeitsarbeit intensivieren und die Kontrollen im Jahr 2026 weiter ausbauen.

 

Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) informierte über weitere bauliche Maßnahmen im Umfeld des Nürburgrings auf den klassifizierten Straßen sowie über verdeckte Geschwindigkeitsmessungen, welche die polizeilichen Aktivitäten ergänzen.

 

Auch das Ordnungsamt der Verbandsgemeinde Adenau wird seine Kontrollen weiter intensivieren. Dabei gilt: Die Regeln gelten für alle, für Gäste ebenso wie für diejenigen, die hier leben und arbeiten.

 

Und auch der Nürburgring selbst hat Verantwortung übernommen. Besonders hervorzuheben ist das neue, mit der Polizei abgestimmte Konzept zur Erteilung von Hausverboten für Fahrzeuge bei Fehlverhalten. Wer sich auf der Nordschleife oder den Zufahrtsstraßen danebenbenimmt, muss künftig damit rechnen, dass sein Kennzeichen erfasst und die Zufahrt für Tage oder sogar Wochen gesperrt wird, auch bei einer Jahreskarte. Das ist ein deutliches Signal.

 

Erfreuliche Nachrichten kommen aus der Ortsgemeinde Nürburg: Dort zeigen die bisherigen Verkehrsmaßnahmen des LBM bereits Erfolge. Die Geschwindigkeiten sind zurückgegangen. Das bestätigt uns, dass bauliche Veränderungen, wie Einengungen auf den Ortsdurchfahrten ein wichtiger Baustein sind.  

 

Weitere Bausteine unseres gemeinsamen Vorgehens sind die sogenannte „gelbe Karte“ und das Mängelverfahren nach Erlöschen der Betriebserlaubnis. Die Kreisverwaltung Ahrweiler hat erläutert, wie Verkehrssünder über Mitteilungen an die Fahrerlaubnisbehörden, auch im Ausland, eingebremst werden können. Soweit im Rahmen von polizeilichen Kontrollmaßnahmen unerlaubte technischen Veränderungen an Kraftfahrzeugen festgestellt werden, betreibt die Zulassungsstelle Mängelverfahren wegen Erlöschens der Betriebserlaubnis. Diese Instrumente werden konsequent genutzt und bleiben fester Bestandteil des Maßnahmenpakets.

 

Intensiv besprochen haben wir die bereits gestartete Awareness-Kampagne des Nürburgrings mit der zentralen Botschaft „Your Home for a weekend. Our Home for a lifetime“. Mit der Kampagne appelliert der Nürburgring gemeinsam mit den Verbandsgemeinden Adenau, Kelberg und Vordereifel sowie der Polizeidirektion Koblenz, insbesondere den Dienststellen in Adenau und Mayen, an alle Besucher, sich während ihres Aufenthalts in der Region rücksichtsvoll und regelkonform zu verhalten. Am Ende der Saison werden wir gemeinsam bewerten, wie gut sie gewirkt hat.

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

wir stehen weiterhin vor einer anspruchsvollen Aufgabe. Umso wichtiger ist es, dass wir konsequent an unserem gemeinsamen Maßnahmenpaket festhalten und es Schritt für Schritt weiterentwickeln. Die ersten Ergebnisse zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Entscheidend bleibt dabei die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten. Jetzt heißt es: dranbleiben.

 

Guido Nisius

Bürgermeister