Der Haushalt 2026 der Verbandsgemeinde Adenau – Teil 3


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,


am 16. Dezember 2025 verabschiedete der Verbandsgemeinderat einstimmig den Haushalt 2026 der Verbandsgemeinde Adenau. In Fortsetzung meiner bisherigen Kolumnen dazu erläutere ich Ihnen heute weitere einzelne Produkte bzw. Bereiche dieses rund 12,9 Mio. Euro umfassenden Zahlenwerkes.


Ein verheerender Wohnhausbrand in Nürburg Ende letzten Jahres hat uns erneut deutlich vor Augen geführt, wie wichtig eine gut ausgerüstete, ausgebildete, leistungsfähige und motivierte Feuerwehr ist. Deshalb werden den Wehren in der Verbandsgemeinde Adenau auch in diesem Jahr wieder erforderliche Mittel für Erhalt, Ersatzbeschaffung und Neuerwerb brandschutztechnischer Ausrüstungsgegenstände und Fahrzeuge zur Verfügung gestellt.


Die beiden neu zu errichtenden Feuerwehrgerätehäuser Adenau und in Antweiler bilden auch weiterhin den Schwerpunkt des Brandschutzetats. Ein Neubau ist jeweils erforderlich, um insbesondere den Anforderungen der Unfallkasse Rheinland-Pfalz Rechnung zu tragen.


Im vergangenen Jahr wurde der Auftrag für die Architektenleistungen inklusive der technischen Gebäudeausrüstung und der Tragwerksplanung zum Bau Feuerwehrgerätehauses Antweiler mitsamt eines Umkleidegebäudes der Ortsgemeinde Antweiler in einem Gebäudekomplex vergeben. Die Genehmigungsplanung soll zum Ende des ersten Quartals 2026 vorliegen. Für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses Adenau werden derzeit detaillierte Grundlagen für die bevorstehende europaweite Ausschreibung der Planungsleistungen ermittelt. Darüber hinaus muss die Bachverrohrung des Wimbach erneuert werden, wozu derzeit mehrere Lösungsvarianten untersucht werden.


Ein Ingenieurbüro erstellt derzeit die Vorplanung für das im Zuge des flutbedingten Wiederaufbaus zu errichtende Feuerwehrgerätehaus Müsch. Sobald die Planunterlagen vorliegen, wird der Förderantrag beim Land eingereicht. Beim Feuerwehrgerätehaus Schuld wird aufgrund von Undichtigkeiten kurzfristig eine Dachsanierung erforderlich, das Bestandsgebäude soll in diesem Zusammenhang einen neuen Außenanstrich erhalten. Das Feuerwehrgerätehaus Barweiler soll umgebaut werden, um dort ein größeres Fahrzeug stationieren zu können. Hierfür ist ein Zuschuss der Verbandsgemeinde Adenau angedacht.


Im Sommer 2025 mussten die Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Adenau wegen nicht länger zu verantwortender technischer Mängel, die ursächlich auf das Flutgeschehen zurückzuführen sind, außer Betrieb genommen werden. So muss die ursprünglich 2028 vorgesehene Anschaffung eines neuen Drehleiterfahrzeuges, das mit rund 1,1 Mio. Euro zu Buche schlägt, gezwungenermaßen vorgezogen werden. Dadurch verschieben sich die ursprünglich 2026 geplanten Fahrzeuganschaffungen um ein Jahr nach hinten. Ungeachtet dessen erfolgt in diesem Jahr die Ausfinanzierung der 2025 vergebenen Neuanschaffung des TLF 3000 für die Freiwillige Feuerwehr Antweiler.


Sofern noch nicht vorhanden, wird der Kreis Ahrweiler seine Kommunen flächendeckend mit modernen Sirenenanlagen ausstatten. Diese übernehmen im Gegenzug die laufenden Kosten der Unterhaltung der Sirenenanlagen. In diesem Jahr wird der Austausch der Atemschutzgeräte fortgesetzt. Ebenso werden eine Spezialausrüstung für die Waldbrandbekämpfung angeschafft und die Feuerwehreinsatzzentrale in Balkhausen ausgestattet.


Auch wird eine neue Software „Feuernetz“ angeschafft, über die das komplette Brandschutzwesen abgewickelt wird, wie Personalführung und -planung, Ausbildung, Alarmierung der Feuerwehren per SMS, die gesamte Gerätewartung und deren Überwachung und nicht zuletzt die Abrechnung der kostenpflichtigen Einsätze und das Führen der Einsatzstatistik.


Erneut möchte ich mich - im Namen aller Ratsmitglieder - bei unserer Wehrleitung, bei sämtlichen Wehrführern und deren Stellvertretern, bei allen Feuerwehrfunktionären und nicht zuletzt bei allen in den Feuerwehreinheiten der Verbandsgemeinde Adenau tätigen Kameradinnen und Kameraden für ihren stets unermüdlichen Einsatz ausdrücklich bedanken.


Gemeinsam mit den Verbandsgemeinden Altenahr und Brohltal werden mobile Sperren zur Absicherung von Veranstaltungen angeschafft. Hierfür gibt es eine Sonderförderung des Landes „Gemeinsam sicher feiern in Rheinland-Pfalz“ im Zuge des Förderprogramms „Interkommunale Zusammenarbeit“.


Fortsetzung folgt.


Ihr Guido Nisius