Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
am 16. Dezember 2025 verabschiedete der Verbandsgemeinderat einstimmig den Haushalt 2026 der Verbandsgemeinde Adenau. In meiner letzten Kolumne hatte ich die „Eckdaten“ des rund 12,9 Mio. Euro umfassenden Zahlenwerkes beschrieben. Nunmehr gehe ich auf die wesentlichen Investitions- und Infrastrukturmaßnahmen ein.
Das Landesförderprogramm „Regional.Zukunftsfähig.Nachhaltig“ (RZN) soll strukturschwache Kommunen in Rheinland-Pfalz bei der nachhaltigen Weiterentwicklung unterstützen, um die Lebensverhältnisse in den verschiedenen Regionen des Landes anzugleichen. Im Zuge dessen erhält die Verbandsgemeinde Adenau rund 2,055 Mio. Euro, von denen ein Viertel an die Ortsgemeinden für deren Projekte weitergeleitet werden. Die Verbandsgemeinde will ihre RZN-Mittel schwerpunktmäßig für die Grundschule Adenau, hier für den Bau eines Bewegungs- und eines Lernraumes sowie der Mensaküche verwenden. Daneben sollen weitere Projekte, wie beispielsweise eine Batterieanlage für Dach-PV oder eine Toilettenanlage im Eifelstadion umgesetzt werden.
Für die Verbandsgemeinde Adenau als Schulträger finanziell bedeutsam sind die Kosten für die Bereitstellung des Mittagessens in der Grundschule Adenau im Rahmen der Ganztagsschulbetreuung. Die Mittagsverpflegung findet seit dem Schuljahr 2023/2024 in der Hocheifelhalle der Stadt Adenau statt.
Ende des Jahres soll mit dem Bau einer Schulmensa mit einem Ruhe- und Bewegungsbereich sowie einem Differenzierungsbereich nach dem rheinland-pfälzischen Raumprogramm für 3-zügige Grundschulen begonnen werden. Die Ausschreibung der Planungsleistungen ist bereits erfolgt, der Bauantrag ist vorbereitet und soll in Kürze bei der Kreisverwaltung Ahrweiler eingereicht werden. Der Mensabau ist Bestandteil eines Entwicklungskonzeptes, im Zuge dessen zum Schuljahreswechsel 2026 /2027 mit der Sanierung und Ertüchtigung der Grundschule Adenau begonnen werden soll. Die Umsetzung der Baumaßnahmen wird den Schulträger und die Planer vor große Herausforderungen stellen. Während der gesamten Bauphase werden die Schulklassen in Container ausweichen müssen.
Für die Grundschule Antweiler werden neue Schülertische und Stühle angeschafft. Da der Verbandsgemeinderat Anfang 2025 eine Stärkung des Grundschuldstandortes Wershofen beschlossen hatte, können die Planungen für die beabsichtigte Generalsanierung dieser Schule weitergeführt werden. In diesem Jahr wird das Land den Digitalpakt Schule neu auflegen. An allen drei Schulen konnten die Planansätze bei den Bewirtschaftungskosten wie Strom und Heizung gegenüber dem Vorjahr wegen Einbau neuer Heizungs- und PV-Anlagen reduziert werden.
Des Weiteren sind Fahrtkosten vorgesehen, um Kindern und Jugendlichen aus der Verbandsgemeinde Adenau einen Besuch der Junior Uni in Daun zu ermöglichen. Über einen 2025 geschlossenen Kooperationsvertrag können auch unsere Kinder und Jugendliche von dem tollen Angebot eines außerschulischen freiwilligen und kostenlosen Lernortes ohne Leistungsdruck und Notenzwang der Lepper-Stiftung profitieren.
Des Weiteren sollen die Planungen für die Errichtung eines Lehrschwimmbeckens gemeinsam mit dem Landkreis Ahrweiler weiterbetrieben werden. Interessant ist ein an die Verwaltung herangetragenes Projekt eines „Lehrschwimmbeckens von der Stange“, das wesentlich kostengünstiger errichtet werden könnte, da es nach - allerdings nicht veränderbaren - Normmaßen errichtet würde.
Nachdem im Eifelstadion letztes Jahr der Kunstrasenplatz eingeweiht werden konnte, soll jetzt eine Toilettenanlage im Rahmen des Landesförderprogramms RZN errichtet werden. Für die Unterhaltung und Pflege des Eifelstadions erhält der TuWi Adenau jährlich einen Betriebskostenzuschuss.
Auch 2026 werden durch die Flut 2021 zerstörte Gewässer dritter Ordnung in der Kostenträgerschaft der Verbandsgemeinde Adenau wiederhergestellt. Dies betrifft 45 Gewässer mit insgesamt über 400 Maßnahmen. Schwerpunkt in der Gewässerunterhaltung ist die Errichtung von 3 kommunalen Pegeln am Armuthsbach, an der Ahr sowie am Trierbach. Die 3 Pegel ergänzen die bereits bestehenden 2 Landespegel und erhöhen die Vorwarnzeit im Fall eines erneuten Starkregenereignisses.
Fortsetzung folgt.
Ihr Guido Nisius
